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- AgrarKulturerbe-Preis

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Ochsenalm i.d. Valepp - Geschichte

Allgmein1504 Bau der Kaiserklause b.d. Valepp
1508 Alm verstiftet an Peter Sunderstatter (Sonnenstatt b. Agatharied) und Hans Pockh (Leiten, Schliersee)
1539 Alpe Valldep des Kloster Scheyern an Wolfgang von Maxlrain verstiftet
1694 Neubau der Hütte
1728 Scheyern weigert sich, die Alm weiter an den Grafen von Maxlrain zu verstiften; Verstiftung an eine Verwandte des Maxlrainer, Freifrau Felicitas von Lösch
1742 Gräfin von Lamberg, geb. Tattenbach, kauft das Gut von Felicitas von Lösch
1753 Graf von Tattenbach, Valley, erhält die Alm
1785 Kloster Tegernsee erhält die Alm
1795 Johann Acher (Stoffenbauer), Faistenau, erhält die Alm
1848Josefstal nach der Valepp
Ursprünglich gehörte die Alm zum Kloster Kramsach in Tirol. Die Totengraben-Alm wurde 1882 für 6000 Mark gekauft.
RückblickWALDSPAZIERGANG
Der Stoff von Faistenau, Andreas Marx, wurde 1983 unvermittelt Zeuge des legendären "Waldspaziergangs" von F.-J. Strauss und H. Kohl, die östlich der Ochsenalm "in den Tagen ihrer sagenhaften Männerfreundschaft" (Norbert Blüm) vom rechten Weg abkamen. Ziel der langen Ochsen(alm)tour war die Elendalm. Der Stoff unterbrach seine Holzerarbeit und musste den hohen Politikern die Richtung weisen. 10, 1983, S. 196
BERICHT EINES BUNDESARBEITSMINISTERS
Ein Untergebener des "Kanzlers der Wiedervereinigung", Norbert Blüm, zog es später an den Ort des Geschehens. Allerdings berichtet er von einer anderen Zielvorgabe der prominenten Waldspaziergänger. Ziel sei vielmehr das Kaiserhaus in Tirol gewesen, wobei auf einigen Passagen des ausgesetzten Klammsteiges der eine den anderen huckepack gesäumt haben soll. S. 119
DIE WEISSE FRAU,
... die nachts zuweilen aus dem Jenseits auf die Alm wechselt, soll eine hiesige Sennerin gewesen sein, die einst zusammen mit ihrem Pferd in der Kapelle "Maria Hilf" elendig verhungerte. Als sie die Alm nach der Saison noch einmal aufsuchte, überraschte sie der Winter. Sie flüchtete samt dem Pferd in die Kapelle, die Tür fiel ins Schloss und liess sich von innen nicht mehr öffnen. Und weil ihr keine Menschenseele in "Maria Hilf" zu Hilfe kam, rächt sie sich nun im Schutze der Dunkelheit mit allerlei Untugenden.
ALM-SAGE
"Geiz und Geldgier werden bestraft. So ging es einem Bauern in der Valepp. Er pflasterte, um seinen Reichtum zu zeigen, den Fahrtweg mit Kaslaiben. Es traf ihn hart: All sein Tun wurde zu Stein."
Prof. Morsak 12, 2004
KAISER-KLAUSE
"Die grösste Klause war die von den Tirolern auf bayerischem Grund ca. 1504 erbaute Kaiserklause bei Valepp, eine Sehenswürdigkeit, die schon vor 100 Jahren im Sommer von zahlreichen Fremden besucht wurde. Sie wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgelassen und durch die südlicher, auf österreichischem Boden gelegene Erzherzog-Johann-Klause ersetzt.“
Kisslinger 1907, S. 34
AMERIKANISCHE BESATZUNG
"In der Valepp wurde wohl das Forsthaus am ärgsten mitgenommen. Nach 11 Haussuchungen, verbunden mit Plünderungen, musste das Haus geräumt werden und wurde von 150 Amerikanern besetzt. Dabei wurde auch der Kasten mit den Paramenten aufgesprengt und die dort verwahrten kirchlichen Gegenstände und Paramente in einem Speisezimmer in eine Truhe geworfen. Bei der Valepper Kirchweih Ende August wurde im Beisein des Pfarrers alles herausgezogen, es fehlten aber einzelne Teile der Meßgewänder und verschiedenes andere. In der Valepper Kirche sind die Fenster zerbrochen durch Bombenabwürfe in der Nähe der Himmler-Häuser."
Kronast, 1945 Nachtrag S. 22
Ersterwähnung1508
Frühere Eigentümer1. Marx Johann & Elisabeth, Faistenau, Fischbachau (e): 1 Hütte, Fl. 15,32 ha
Herkunft des Almnamens1539 hieß die Alm Alpe Valldep
Herkunft der FlurnamenBayerischer Talerwald (Tiroler Gebiet) - Totengraben: Valepp Wurzel unbek.