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Braun-Alm bei Lenggries - Geschichte

RückblickTIROLERWASTL
"In der Gegend von Lenggries... an der sog. Braunalm hat sich wieder einer jener ländlichen Tragödien abgespielt, an der die Härte unserer Jagdgesetze und die zur verwerflichen Selbsthilfe und zu Exzessen so sehr hinneigenden Gewohnheiten der Landbevölkerung wohl zu gleichen Teilen die Schuld tragen. Wir haben gestern von der Tötung eines Wilddiebs, der, auf frischer Tat ertappt, sich zur Wehr setzte, berichtet. Heute schreibt uns unser Korrespondent, daß der königliche Revierförster Oberklau bereits der Rache des gesetzlosen Gesindels anheimgefallen und am hellen Tag in seiner Amtswohnung in Walchensee erschossen worden sei... Aber der Mörder hat bereits die Vergeltung ereilt. Von dem Hund des Ermordeten Tag und Nacht verfolgt, fiel er in einem Walde bei besagter Braunalm endlich in die Hände der Forstleute, die sich zu seiner Verfolgung aufgemacht. Aufs äußerste gebracht durch die immerwährende Todesgefahr, die sie ausgesetzt sind, durch das Überhandnehmen der Wilddiebe, haben die Kameraden des Ermordeten den Mörder dadurch zu einem qualvollen Tode gebracht, daß sie den Verwundeten mit dem Kopf nach abwärts, mit den Füßen an einen Baum hängten und so mit gebundenen Händen langsam einen qualvollen Tod sterben ließen." Zeitungsnotiz, zitiert in: Gartenlaube, 1869, u.i. S. 35
Anmerkung: Der so grausam Hingerichtete war der "Tirolerwastl". Der von ihm erschossene
Förster hatte vorher einem Freund von ihm erschossen.