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Kotalm a. Jochberg - Geschichte

RückblickIDEEN MUSS MAN HABEN
Im Mai 1945 machte sich die Sennerin Nandl auf ihrer Kotalm ans Zäunen. Wie es der Zufall will, hatten ihr die auslaufenden Kriegsgeschehnisse das Zäunmaterial schon bereitgestellt: Eine Kompanie Gebirgsjäger hatte sich hier ihrer Gewehre entledigt und die neuen Herren aus Amerika hatten ungefragt über den Almboden ein Telefonkabel abgerollt. Die Gewehre erwiesen, mit der Nase nach unten in den Boden getrieben, als hervorragende Zaunstempen und das Feldtelefonkabel der Amis als guter Stacheldraht-Ersatz. Als die Befreier ihr plötzliches Kommunikations-Problem in der Jachenau auf den Grund gingen, identifizierten sie bald die Saboteurin auf der Kotalm.
Nun, die Nandl musste den Almsommer trotzdem nicht auf einer Gefängnisinsel im Atlantik verbringen. Die Amis ließen ihr sogar das Kabel und verlegten ein neues. Ob sie die metallenen Zaunstempen gegen solche aus Rechtholz austauschen musste, ist nicht überliefert.
Nach Hans Schöfmann, Kochel S. 70
Anmerkung: Die ausführliche Darstellung von H. Schöfmann ist überaus lesenswert. Sie wartet mit
entzückenden Details auf.
MESMER-STREIT
"1709 geriet Joseph Oswald, Mesmer in Jachenau, in Streit wegen dem Blumbesuch auf der Kotalm mit der Gemeinde Kochel. Er behauptet, sein "Viehtrieb erstrecket sich von seiner almb, bis an das Pernhabt beym hochen graben aufs gwandt(?), volgents bis ufs Kalte wasser, als dan bis uf den weeg hin auf bis zur Pruggen. Und nachgehenten den obern män weg hinyber, bis an den Sonnenspiz, wounter af den gerinern thail yber das Kheng auch zutreiben. Und iedermall auch getriben hat."
S. 238
Ersterwähnung1700
Frühere EigentümerFrech Nikolaus (Zum Mesmer), Ort, Jachenau