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Funtenseealm - Geschichte

Allgmein1385 Ullrich dem Magerl, Unter dem Winterpühel, Alm zu Fundensee
1386 Hanns Renner ... Albm Fundensee
1387 Hans Otten (Hanotten) und Reichholden dem Mäuslein (Menten) Albm Fundensee
1388 Christian den Kren
1497 (Moos) Albm Fundensee
1850:
7 Kaser, 183 Rinder
1. Hasenknopf Michl, Obergröll, Königssee
2. Hirnberger Peter, Hanott, Schönau
3. Grassl Sebastian, Menten, Schönau
4. Lindner Christoph, Moderegg, Schönau
5. Moderegger Anna, 12 Moos, Schönau
7. Koll Johann, Renner, Schönau
8. Brandner Michl, 1/2 Walch, Schönau
9. Hinterseer Jakob, Waldhauser, Schönau.
10. Kastner Johann, Krenn, Schönau
1874. 8 Hütte
1950: 3 Kaser, 1 Doppelkaser, 1 AV-Hütte
Ursprünglich wurde die Alm wie deren HL von neun Bauern bestossen. Schönbichl war ebenfalls ein Hochleger wie die Feldalm. Wurde später vom Funtensee aus beweidet. Sehr verkarstet.
1930 noch 4 Bestosser
1961 Renner und Moosenbauern bestossen die Alm das letzte Mal
1966 nicht mehr bestossen
1970 angeblich wieder bestossen
Anmerkung, ca. 1950: "Bei den Kasern steht noch eine Schnapsbrennerei, " zu der vom Bach eine eigene Wasserleitung führt.
Der Viehtrieb über Schrainbach war sehr schlecht und sehr steil, mit Stufen für das Vieh. Der Abtrieb von Schrainbach zur Salet war sehr steil, felsig und schlecht. Mit hohen Stufen.
Rückblick"Kalt, kälter, Funtesee
Jahrtausende lang führte der Funtensee das ganz normale Dasein eines Gebirgssees. Er sah Tiere kommen und gehen, später Bergsteiger und - das war schon etwas Besonderes - Wallfahrer, die aus den Österreicher Bergen hinabstiegen zu St. Bartholomä am Königssee. Dann aber erschien der Fernseh-Meteorologe Jörg Kachelmann mit einer Messststation. Der Funtensee entwickelte sich zu einem Renner im deutschen Wetterbericht, weil hier so kalte Temperaturen gemessen wurden wie an keinem anderen Ort in Deutschland. Tiefstpunkt waren minus 45,9 Grad an Weihnachten 2001. Der Funtensee war schlagartig der berühmteste Gebirgssee Deutschlands."
Südd. Zeitung, 17.12.2004, 27.12.2001 u. 1, 2004, S. 13
TRIEBWEG-EXTREM 1929
"Wesentlich, ja teilweise ausschlaggebend für den Wert der Almen sind die Wege und Entfernungen, welche die Heimgüter mit den Almen verbinden und trennen... Der schlimmste Fall an Trieb dürfte der folgende sein: Ein Rechtler treibt zuerst auf die Schwarzenbach-Alm, von dort zur Roner Alm (nahe Malerwinkel), nach 8 Tagen geht’s weiter in Richtung Funtensee, wobei es sich in Unterlahner aufhält. Was hier außer der Unterhaltung von 4 Hütten noch an Kosten für das jeweilige Weiterziehen erwachsen, muß man sich nur klar machen."
Karl Ranke, 1929, , S. 29
HANOTTEN-KASER
Um das Schicksal des Kaser gab es ein Hin und Her - was für seinen Wert spricht. Nachdem er ungenutzt dem Verfall preisgegeben war, wurde er dem Freilichtmuseum Glentleiten zugesprochen, und, sorgfältig in seine Bauglieder zerlegt, für den Abtransport per Hubschrauber vorbereitet.
Im letzten Moment vor der Überführung kamen in der Region jedoch Zweifel auf, ob es richtig sei, so etwas Altehrwürdiges einfach herzugeben. "Er", der Hanottenkaser, "gehöre einfach in die Landschaft, nicht in ein Museum." (Hölzl, Zimmerer)
"Hölzl und seine Freunde haben sich mit ihrer sicherlich von Idealen getragenen Auffassung energisch gegen sämtliche >G’studierten< durchgesetzt…" (Werner)
Der Kaser wurde also am Funtensee wieder aufgebaut. Die derzeitige Zweckbestimmung ist unbekannt.
Nach P. Werner, 1981
Ersterwähnung1385
Frühere Eigentümer1. Mordegger (Rennerlehen), Schönau am Königssee 2. Hofreiter Walburga (Mosslehen), Unterstein, Schönau 3. Sunkler (Koppenleiten/Urbanlehen), Auf der Reiten 40, Ramsau, OT Au Brandner (Sappenlehen) in Obergröll, Königsee, P
Herkunft des AlmnamensNicht geklärt. Fontana "Quelle" oder Funken "Forelle" könnten mögliche Wurzeln sein.