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Landkreis Kassel

Beschreibung
In der nördlichen Spitze des Landes Hessen liegt der Landkreis Kassel, der Anfang der 1970er Jahre aus den Kreisen Wolfhagen, Hofgeismar und Kassel hervorgegangen ist. Er umschließt die kreisfreie Stadt Kassel und verfügt über eine Fläche von ca. 1.300 qkm, davon ca. 50.000 Hektar Wald und ca. 52.000 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche. Diese teilt sich auf in etwa 41.000 Hektar Ackerland und 11.000 ha Grünland. Im Landkreis leben 240.000 Menschen in 29 Städten und Gemeinden mit mehr als 100 Ortschaften.
Die Landschaft ist geprägt von fruchtbaren Ackerebenen, der Niederhessischen Senke und Mittelgebirgslagen wie dem Habichtswald (bis 641 m), dem Reinhardswald (481 m) und im Südosten dem Söhrewald und dem Kaufunger Wald. Das sind im Westen noch die Ausläufer des Rheinischen Schiefergebirges, hinzu kommen eine Reihe von Basaltkuppen und in Osten Buntsandstein. Diemel und Fulda sind größere Flüsse, die den Landkreis durchfließen. Die Niederschläge betragen in den Senken ca. 55o mm, in den Höhenlagen bis über 7oo mm.
Die Stadt Kassel hat als Oberzentrum mit beachtlicher Industrieansiedlung schon immer einen Einfluss auf die Strukturen im Landkreis gehabt. Es gibt eine große Anzahl von bäuerlichen Betrieben, aber auch Nebenerwerbsbetriebe. Durch die Arbeitsplätze in der Nähe sind diese Strukturen auch heute noch weitgehend erhalten. Es handelt sich allerdings um Anerbengebiet. Realteilung ist hier unbekannt.
Nördlich von Kassel verläuft die Sprachgrenze zwischen Hoch- und
Niederdeutsch. Im Niederdeutschen Gebiet gibt es noch viele Gehöfte mit dem
typischen Scheunentor und der "Deele", im südlichen Teil herrschen die
hessischen Fachwerkhäuser vor.
Burgruinen, Schlösser und Herrschaftshäuser sind in großer Zahl vorhanden, ebenso land - und forstwirtschaftliche Großbetriebe und Domänen. Entlang der Flüsse stehen eine Reihe von Mühlen, die heute z.T. die Wasserkraft als Energie nutzen.
Erwähnenswert sind die Siedlungen der Hugenotten, die als Religionsflüchtlinge im 17. Jahrhundert vom Landgrafen aufgenommen wurden. Karlshafen als nördlichste Stadt des Kreises ist eine Gründung der Hugenotten im Jahr 1699. (Text: Dr. Konrad Graß)